Christiane Hoffmann
ist Lehrerin in Altersteilzeit und hat im letzten Jahr im Rah-men des Wetzlarer Freiwilligentages
die Selbsthilfegruppe der Schlaganfallbetroffenen bei einem Ausflug in den Pal-mengarten begleitet.
Außerdem hat sie sich beim Deut-schen Roten Kreuz als Begleitperson für Seniorenreisen zur
Verfügung gestellt.
Nachdem sie in der Zeitung über den Freiwilligentag gelesen hatte und die Idee gut fand, sah sie
nach jahrelanger ver-antwortungsvoller Tätigkeit hier eine Möglichkeit, sich sinn-voll einzubringen
und Verantwortung zu übernehmen. Außer-dem kann sie durch solche kurzzeitigen Einsätze ihrem
Hobby, dem Reisen, jederzeit nachgehen und gleichzeitig ihre Erfahrungen mit der ehrenamtlichen
Tätigkeit verbin-den. Besonders bewegt sie die Dankbarkeit, die ihr für eigentlich ganz
selbstverständliche Dinge entgegenge-bracht wird. Sie schätzt an ihrer Tätigkeit, dass sie sich
sozial engagieren kann und dennoch ihre persönlichen Frei-heiten leben kann.
Anita Weinl ,
ehemalige Erzieherin und Tischlerin, hat im Nachbar-schaftszentrum Niedergirmes eine Nähwerkstatt
gegründet. Dort bietet sie nach dem Prinzip "Hilfe zur Selbsthilfe" an, bei der Reparatur von
Kleidungsstücken behilflich zu sein.
Zum Nachbarschaftszentrum kam sie auf Vermittlung des Freiwilligenzentrums Mittelhessen.
Eigentlich wollte sie bei der Tafel mithelfen. Da dort aber zu diesem Zeitpunkt kein Bedarf an
weiteren Helfern bestand, gründete sie kurzerhand die Nähwerkstatt. Hier bietet sie jeden
Mittwochnachmittag ihre Hilfe an.
Sie möchte mit ihrem Engagement ihre Fähigkeiten anderen zur Verfügung stellen und somit etwas an
die Gesellschaft zurückgeben. Für die Zukunft wünscht sie sich für das ehrenamtliche Engagement
mehr Bewusstsein und Aner-kennung in der Bevölkerung.
Hans-Jürgen Bernhardt,
Diplom-Sozialpädagoge im Ruhestand, kennen die Kinder des Kinderhorts Niedergirmes nur als
"Jonathan". Nach einer Ausbildung zum Vorleser in der Phantastischen Bibliothek in Wetzlar
war Hans-Jürgen Bernhardt bereits in vielen Institutionen und Projekten als Vorleser und
Schau-spieler unterwegs. Über das Nachbarschaftszentrum Niedergirmes kam er zum Kinderhort
Niedergirmes, wo er einmal pro Woche alias Jonathan einer Gruppe von Vor-schulkindern vorliest.
Für ihn haben soziales Engagement, das Bewusstsein für Gemeinsinn und gegenseitige Fürsorge immer
eine große Rolle gespielt. Durch seine Tätigkeit im Kinderhort und durch den Umgang mit den
Kindern muss er regelmäßig Sensibilität und Durchsetzungsvermögen zeigen. Ein persönliches
Anliegen ist, dass er durch seinen Einsatz einen Beitrag zum Recht auf Bildung für die Kinder
leisten kann.
Klarissa Eilbert
hatte nach der Beendigung der Altersteilzeit als Pharma-zeutisch-Kaufmännische Angestellte alle
möglichen Ideen, wie sie die neu gewonnene Freizeit verbringen wollte. Ziemlich schnell stand für
sie aber fest, dass sie sich in der Arbeit mit Kindern einbringen möchte. "Kinder sind offen und
ehrlich und durch den Kontakt fühlt man sich in die eigene Kindheit zurückversetzt", so Klarissa
Eilbert. Zur Zeit ist sie an einem Nachmittag im Kinderhort Marienheim tätig, wo sie mit den
Kindern malt, bastelt, Gemüsebeete anlegt und auch schon einmal die eine oder andere Träne
trocknet. An einem weiteren Vormittag organisiert sie die Bücherausleihe in der Bibliothek eines
Kindergartens.


